Nadja Muckenfuß Anderer arbeitet als Heilerziehungspflegerin in einem Wohnheim der HWK. Ein Film begleitet sie in ihrem Alltag und zeigt, was ihr Beruf fordert – und was er zurückgibt.
„Sinnvoll, witzig und auf jeden Fall erfüllend“ so beschreibt Nadja Muckenfuß, die im Film noch Anderer heißt, ihren Beruf.
Sie ist Heilerziehungspflegerin (HEP) und im HWK-Wohnheim Rheinstraße in Ettlingen im Einsatz. Dort arbeitet sie mit Menschen, die im Alltag Unterstützung benötigen. Sie hilft bei alltäglichen Aufgaben wie Wohnen, Einkaufen oder Körperpflege, plant Freizeitaktivitäten, unterstützt bei der persönlichen und sozialen Entwicklung; und steht im Kontakt mit Angehörigen, Ärzten und Therapeuten. Kurz gesagt: Sie hilft Menschen dabei, ein möglichst selbstbestimmtes und erfülltes Leben zu führen.
Ein Beruf mit viel Verantwortung und Herausforderungen, doch einer, der „vor allem so viel zurückgibt“ so Nadja Muckenfuß.
„Für mich und für ihre Bewohner ist Nadja ganz klar eine Heldin“ urteilt ihr Ehemann - eine Heldin, die allerdings für viele nicht sichtbar ist.
Das Medienprojekt „Helden zweiter Klasse“ will daran etwas ändern. Studierende der Hochschule Karlsruhe aus dem Fachbereich Kommunikationsmanagement stellen darin Menschen und Organisationen vor, die im Alltag oftmals nicht im Rampenlicht stehen, aber für unsere Gesellschaft unverzichtbar sind.
So entstand ein siebenminütiger Film, in dem Studierenden Nadja Muckenfuß in ihrem Arbeitsalltag begleitet haben. Offen erzählt sie davon, warum sie sich für diesen Beruf entschieden hat und wie dieser ihr Leben bereichert. Sie verschweigt aber auch nicht, dass es manchmal emotional fordernd ist. Und sie berichtet von der Kraft weiterzumachen, die sie aus der Anerkennung durch ihre die Bewohner*innen zieht.
Nadja Muckenfuß, hat auch eine Botschaft an alle Menschen, die überlegen eine Ausbildung zur / zum HEP zu machen: „Probiert es aus – dann werdet ihr sehen, dass es ziemlich cool ist.“
Mehr Informationen über den Beruf HEP gibt es bei der Bundesagentur für Arbeit, und das Video-Porträt kann man sich auf dem Youtube-Kanal der HWK ansehen.