Die Bundesvereinigung Lebenshilfe fordert von der Bundesregierung ein klares Bekenntnis zur uneingeschränkten Teilhabe behinderter Menschen.
Angesichts des drohenden Sozialabbaus fordert die Lebenshilfe ein klares Bekenntnis der Bundesregierung zur uneingeschränkten Teilhabe von Menschen mit Behinderung. Auf einer Demonstration am 10. September vor dem Bundeskanzleramt für die Petition #TeilhabeIstKeinLuxus griffen mehrere Selbstvertreter der Lebenshilfe zum Mikrofon und machten deutlich, dass die Politik „nichts über uns ohne uns“ entscheiden dürfe.
Rolf Flathmann, stellvertretender Bundesvorsitzender der Lebenshilfe aus Bremerhaven, kritisierte: „Der Sozialstaat und seine Leistungen werden in Frage gestellt. Das kann nicht sein. Denn Teilhabe und Inklusion sind Menschenrechte. Die können niemals in Frage gestellt werden.“ Außerdem habe sich Deutschland vor mehr als 15 Jahren zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention verpflichtet.
Michael Auen, Vorstandsvorsitzender der Lebenshilfe Karlsruhe, Ettlingen und Umgebung e.V. betont: „Die Stimmen der Selbstvertreter*innen bei der gestrigen Demo in Berlin waren eindeutig: Kürzungen in der Eingliederungshilfe sind ein Rückschritt. Als Mitglied der Bundesvereinigung Lebenshilfe sehen wir bei uns täglich, wie unverzichtbar diese Leistungen sind. Sie sichern Bildung, Arbeit, Selbstbestimmung und gesellschaftliche Teilhabe. Außerdem schaffen Rahmenbedingungen, in denen Menschen mit Behinderung ihre Stärken entfalten können. Daher unterstützen wir ausdrücklich den Appell unserer Bundesvereinigung an die Bundesregierung“,
Bisher haben bereits mehr als 230.000 Menschen die von Lisa Behme gestartete Petition #TeilhabeIstKeinLuxus“ unterzeichnet.
Foto: Bundesvereinigung Lebenshilfe/Peer Brocke
Rolf Flathmann, stellvertretender Bundesvorsitzender, spricht auf der Demo für die Petition "Teilhabe ist kein Luxus" vorm Bundeskanzleramt. Die weiteren Personen auf dem Bild, von links: Christian Keitmann, Marcus Dengler, Philipp Grossmann (alle drei Selbstvertreter der Lebenshilfe Altmühlfranken), Katja Macheleidt, Büro für Selbstvertretung der Lebenshilfe Berlin, Sascha Ubrig, hauptamtlicher Selbstvertreter der Lebenshilfe Berlin, und Anja Hahlweg, Büro für Selbstvertretung der Lebenshilfe Berlin.